In der heutigen Autoreparaturtechnik hat sich viel verändert, und es ist schwierig, eine Person zu finden, die so viel Zeit für das Modellieren großer Flächen aufwendet wie noch vor einigen Jahren. Heutzutage geht es vor allem um die Zeit und die Qualität der Reparatur. Aber ist es möglich, ganz auf die Verwendung von Kitt zu verzichten? Natürlich nicht, denn das Spachteln gehört zu den Grundfertigkeiten, die ein Maler gleich zu Beginn seiner Ausbildung lernt. Zum Ausgleichen von Unebenheiten, die durch Hagelschlag oder nach Karosseriearbeiten entstanden sind, ist diese Methode manchmal unersetzlich.
Spachtelmasse ist per Definition eine Füllmasse, die nach dem Modellieren und Aushärten gegen viele ungünstige chemische oder physikalische Bedingungen beständig ist. Kitt ist dazu bestimmt, das beschädigte Blech zu ersetzen und sollte zwei Eigenschaften vereinen:
- weich sein, so dass man jede beliebige Form modellieren kann, die dann im vorbereitenden Prozess geschliffen wird;
- nach dem Trocknen eine harte Schicht bilden, die eine dauerhafte Grundlage für eine vollständige Lackreparatur bildet.
Der grundlegende und wichtigste Bestandteil von Spachtelmasse ist ein Füllstoff in Form von Talkum, von dem es viele Sorten mit unterschiedlichen Eigenschaften auf dem Markt gibt. Zunehmend werden heute auch sogenannte Glasmikrokugeln in Leichtfüllstoffen eingesetzt, die bei geringerer Viskosität ein besseres Fließen des Füllstoffs gewährleisten und gleichzeitig chemisch stabiler sind. Wichtig ist auch der richtige Härter, der in der Regel mit der Spachtelmasse verkauft wird. Wir sollten den vom Hersteller empfohlenen Härter verwenden. Dadurch wird eine ordnungsgemäße Aushärtung gewährleistet und die Bildung von Lackfehlern wird vermieden. Der Härter enthält organisches Peroxid, das alle Spachtelbestandteile bindet, aber es ist gefährlich für den Körper, und wir dürfen bei der Arbeit mit Spachtelmasse die persönliche Schutzausrüstung nicht vergessen.
Es gibt verschiedene Arten von Spachtelmasse, die je nach Zweck, aber vor allem je nach Art der zu reparierenden Oberfläche verwendet werden. Die Spachtelmassen können nach verschiedenen Eigenschaften eingeteilt werden. Die erste Art von Spachtelmasse, die erwähnt werden sollte, ist die so genannte Bauspachtelmasse, die für große Füllungen verwendet wird. Er enthält Glas- oder Kohlefasern, die eine verstärkende Funktion haben (z. B. CP 336 Glass von Profix). Die daraus resultierende Struktur ist haltbar und widerstandsfähig gegen Risse, denn je größer die Fläche, desto größer sind die Kräfte. Es wird empfohlen, dieses Produkt bei Reparaturen zu verwenden, bei denen der Schaden erheblich ist und es nicht möglich ist, das Element durch ein Original zu ersetzen.
Eine weitere sehr beliebte Spachtelmasse ist die sogenannte Metallspachtelmasse, die an den enthaltenen Aluminiumpartikeln zu erkennen ist (z.B. CP 335 Metallic von Profix). Durch den Zusatz von Metall zum Spachtel erhält man ein charakteristisches Merkmal, nämlich die gleichmäßige Verteilung der Wärme im gesamten Element und das Fehlen von starken Spannungen, die zu Rissen an der Einsatzstelle führen können. Es wird besonders für Bauteile empfohlen, die intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, sich in horizontaler Lage befinden oder der Motorwärme ausgesetzt sind. Da Aluminiumfelgen immer beliebter werden, ist diese Art von Kitt die ideale Lösung für Lackierer und wird für Reparaturen verwendet.
Auch Produkte, die sich durch hohe Elastizität auszeichnen, sind zu nennen. Sie werden für Kunststoffteile verwendet, die einer höheren Belastung ausgesetzt sind (z.B. CP 341 Plastic von Profix).
Traditionelle Polyesterfüllstoffe mit der allgemeinen Bezeichnung Soft werden für dünne Schichten verwendet (z. B. CP 334 Soft plus von Profix). Sie werden dort eingesetzt, wo die Oberfläche sanft korrigiert werden muss, um ein optimales Reparaturergebnis zu erzielen. Hier ist die neue Generation der Leichtfüller zu nennen, die sich durch ihre reduzierte Dichte auszeichnen (z.B. CP 339 Perfectly light von Profix). Erreicht wird dies durch den Ersatz von schwerem Talk durch einen modernen Füllstoff, wie z.B. Mikrokügelchen.
Für größere Arbeiten, bei denen große Flächen mit komplexen Formen gespachtelt werden müssen, verwenden wir spritzbaren Polyesterspachtel (z.B. CP 332 finish von Profix). Er wird vor allem bei der Rekonstruktion und Restaurierung von Oldtimern verwendet.
Wie trägt man Spachtel richtig auf?
Zuallererst sollten wir uns Werkzeuge besorgen, die uns die Arbeit erleichtern: Metallspachtel, Kunststoffspachtel, Gummispachtel oder Schalen, auf denen wir den Spachtel mit dem Härter mischen. Die korrekte Vorgehensweise beim Spachteln erfordert, dass wir die Oberfläche zunächst mit einem Entferner (z. B. CP 015 von Profix) reinigen, um Schmutz, Staub, Silikon- oder Wachsreste zu entfernen. Dann schützen wir die angrenzenden Elemente mit Folie oder Papier, damit sie nicht beschädigt oder verschmutzt werden. Danach können wir mit dem Schleifen der Oberfläche beginnen, um sie klebrig zu machen. Denken Sie daran, die vom Spachtelhersteller empfohlene Schleifpapierqualität zu verwenden.
Schleifstaubreste entfernt man am besten mit einem Staubsauger und reinigt sie anschließend mit Silikonentferner. Die Spachtelmasse besteht aus zwei Komponenten in den von den Herstellern angegebenen Anteilen (es gibt auch Einkomponenten-Spachtelmassen). Um die Arbeit mit dem Spachtel zu erleichtern, haben die Spachtelhersteller unterschiedliche Farben für den Härter und den Spachtel verwendet, die bei richtiger Mischung eine einheitliche Farbe ergeben.
Eine interessante Lösung ist die Erleichterung der Dosierung des Härters in den Spachtel durch Spender. In diesem Fall drückt man den Kitt und den Härter im richtigen Verhältnis aus, das je nach Umgebungstemperatur angepasst werden kann. Nach dem Mischen des Kittes haben wir nur wenige Minuten Zeit, um ihn aufzutragen. Wir tragen die Spachtelmasse nach Bedarf auf die Reparaturstelle auf, um eine ähnliche Form zu erreichen. Nachdem die Spachtelmasse getrocknet ist, beginnen wir mit dem Schleifen – dazu werden Werkzeuge wie Schleifklötze, Handschleifer und ein Schwingschleifer, vorzugsweise mit Staubabsaugung, benötigt. Zum Schleifen der Spachtelmasse verwenden wir das angegebene Trockenschleifpapier, um die Oberfläche für den nächsten Arbeitsschritt, die Füllgrundierung, vorzubereiten.
Abschließend noch ein paar wichtige Tipps für die Verwendung von Spachtelmasse.
- Denken Sie daran, dass die Zugabe von mehr Härter den Trocknungsprozess nicht beschleunigt, aber mit Sicherheit zu Verfärbungen auf den oberen Farbschichten führt. Deshalb ist es so wichtig, die vom Hersteller empfohlenen Anteile zu verwenden.
- Tragen Sie nicht zu viel Spachtelmasse auf einmal auf, da beim Trocknen Risse in der Spachtelmasse entstehen können.
- Trocknen Sie die Spachtelmasse bei einer Umgebungstemperatur von über 5° C oder mit einem Heizkörper. Hier sind jedoch die technischen Datenblätter des jeweiligen Produkts zu beachten, da eine zu niedrige oder zu hohe Temperatur die Aushärtung beeinträchtigen kann.
- Es ist nicht ratsam, nassen Spachtel zu schleifen, da er Wasser aufnimmt, was zu Korrosion und Trocknungsschwierigkeiten führen kann. Eine gespachtelte Oberfläche, die hoher Feuchtigkeit ausgesetzt ist, sollte so bald wie möglich mit einer Grundierung isoliert werden.
- Verwenden Sie geeignete Verdünner; für Polyesterspachtel ist ein Polyesterverdünner unerlässlich.
- Bei Einkomponenten-Spachtelmassen ist zu beachten, dass sie empfindlich auf die in Grundierungen und Lacken enthaltenen Verdünner reagieren können.
- Polyesterspachtel nicht auf reaktive Grundierungen auftragen, da sonst keine Haftung auf dem Untergrund erreicht wird.
- Vergewissern Sie sich vor dem Auftragen der Spachtelmasse, mit welchem Untergrund Sie arbeiten werden, und wählen Sie ein Produkt mit den dafür geeigneten Eigenschaften.
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